Was kostet eine Website monatlich? Hosting, Wartung, Pflege
Website-Kosten nach dem Launch: Hosting ab 5 €/Monat, Wartung 39–150 €/Monat, Pflege 100–300 €/Monat. Klare Aufschlüsselung für KMU mit echten Zahlen.

Was kostet eine Website monatlich?
Die laufenden Kosten einer Unternehmenswebsite setzen sich aus drei Kategorien zusammen: Fixkosten (Hosting 5–50 €/Monat, Domain ca. 1–2 €/Monat, SSL meist inklusive), Wartungskosten (Software-Updates, Sicherheit, Backups: 39–150 €/Monat) und Pflegekosten (Content-Aktualisierungen, SEO, Änderungen: 100–300 €/Monat je nach Bedarf). Ein solides KMU-Gesamtpaket liegt bei 100–400 € pro Monat.

TL;DR
- Hosting: 5–50 €/Monat je nach Leistung und Anbieter
- Wartung (Updates, Backups, Security): 39–150 €/Monat
- Pflege (Content, SEO, Änderungen): 100–300 €/Monat bei Bedarf
- Gesamtrechnung für solide KMU-Betreuung: 100–400 €/Monat
Letzte Aktualisierung: 2026-06-12 | Lesezeit: 6 Min
Warum die monatlichen Kosten oft unterschätzt werden
Die Erstellungskosten einer Website stehen im Mittelpunkt der meisten Gespräche. Was danach kommt, bleibt oft unklar — bis die erste Jahresrechnung ins Haus kommt oder die Website nach zwei Jahren langsam abbricht.
Laufende Website-Kosten bestehen aus drei verschiedenen Bereichen, die unterschiedliche Logik haben: Fixkosten, Wartungskosten und Pflegekosten. Wer alle drei zusammenwirft oder einen davon ignoriert, plant falsch.
Fixkosten: Was immer anfällt
Hosting
Hosting ist der Server, auf dem Ihre Website liegt. Die Preisspanne ist groß:
| Hosting-Typ | Preisrahmen / Monat | Geeignet für |
|---|---|---|
| Shared Hosting (z.B. IONOS, Strato) | 5–15 € | Kleine Websites, geringer Traffic |
| Managed Hosting (z.B. Raidboxes, Kinsta) | 20–60 € | WordPress-Sites mit mehr Anforderungen |
| Cloud / VPS (z.B. Hetzner, DigitalOcean) | 10–50 € | Maßgeschneiderte Setups, technisch |
| Premium-Managed (z.B. Vercel, Netlify Pro) | 20–80 € | Performance-kritische, moderne Stacks |
Für die meisten KMU-Websites reicht Shared oder Managed Hosting. Wichtiger als der Preis ist die Verfügbarkeitsgarantie (Uptime) — unter 99,9 % ist inakzeptabel — und die Reaktionszeit bei Problemen.
Domain
Eine .de-Domain kostet ca. 10–15 Euro pro Jahr, also unter 2 Euro pro Monat. Eine .com-Domain liegt ähnlich. Premium-Domains oder Branchen-TLDs (.shop, .agency) können mehr kosten, sind aber für die meisten Unternehmen nicht notwendig.
SSL-Zertifikat
SSL (das Schloss in der Adressleiste, HTTPS) ist seit Jahren Pflicht — Google wertet ungesicherte Seiten ab, Browser warnen aktiv davor. Die meisten Hosting-Pakete enthalten heute ein kostenloses SSL-Zertifikat über Let's Encrypt. Bei Premium-Zertifikaten für E-Commerce oder spezielle Anforderungen entstehen Kosten von 50–200 € pro Jahr.
Wartungskosten: Was regelmäßig erledigt werden muss
Wartung ist der Bereich, der am häufigsten vergessen wird — und bei Vernachlässigung am teuersten wird.
Was Wartung konkret bedeutet
- Software-Updates: WordPress, Plugins, Themes und alle verwendeten Frameworks müssen aktuell gehalten werden. Veraltete Software ist das Einfallstor für Angriffe. 96 % aller infizierten CMS-Websites sind laut Sucuri Security Report WordPress-Installationen, die nicht aktuell gehalten wurden.
- Sicherheits-Monitoring: Regelmäßige Scans auf Malware, verdächtige Aktivitäten, Schwachstellen.
- Backups: Tägliche oder wöchentliche Sicherungen, idealerweise an einem separaten Standort. Was viele nicht wissen: viele Hoster sichern den Server, aber nicht zwingend Ihre spezifische Website in einem leicht wiederherstellbaren Format.
- Performance-Checks: Ladezeit, Core Web Vitals, Mobile-Darstellung — Google bewertet das kontinuierlich, nicht einmalig beim Launch.
Wartungskosten im Überblick
| Wartungspaket | Kosten / Monat | Inhalte |
|---|---|---|
| Basis | 39–69 € | Updates, Backups, Security-Monitoring |
| Standard | 79–119 € | Basis + Performance-Checks, monatlicher Report |
| Premium | 120–200 € | Standard + 1–2h Änderungen, Priority-Support |
Bei WordPress-Websites entstehen zusätzlich oft Kosten für Premium-Plugins: SEO-Tools (Rank Math Pro, Yoast Premium), Page-Builder, Security-Plugins. Diese liegen typischerweise bei 200–600 € pro Jahr.
Was passiert ohne Wartung?
- Sicherheitslücken bleiben offen — eine gehackte Website bedeutet im Worst Case Datenverlust, Reputationsschaden und Aufwand zur Bereinigung von 500–2.000 €
- Google wertet langsame, technisch veraltete Seiten im Ranking ab
- Inkompatibilitäten zwischen Plugins und PHP-Versionen führen zu Fehlerseiten
- Nach 18–24 Monaten ohne Updates ist eine vollständige Überarbeitung oft günstiger als die Rettung
Pflegekosten: Was bei aktivem Einsatz hinzukommt
Pflege ist alles, was die Website inhaltlich lebendig hält: neue Texte, aktualisierte Leistungsbeschreibungen, neue Teammitglieder, aktuelle Preise, Blog-Artikel, saisonale Angebote.
Viele Unternehmen unterschätzen diesen Aufwand. Eine Website, die im Jahr des Launches noch aktuell ist und zwei Jahre später unverändertes Impressum, veraltete Referenzen und eine "Weihnachtsaktion 2023" in der Navigation hat, schadet dem Unternehmen aktiv.
Pflegemodelle und Kosten
Auf Abruf (Stundenhonorar) Agentur-Stundensatz: 80–150 €/h. Sinnvoll bei sehr geringem Änderungsbedarf (ein bis zwei Anpassungen pro Quartal). Vorteil: Sie zahlen nur, was Sie brauchen. Nachteil: keine Planbarkeit, höhere Einzelkosten.
Monatliches Pflegepaket Pauschal 100–300 €/Monat für ein definiertes Kontingent an Änderungen (z.B. bis zu 2 Stunden pro Monat). Sinnvoll wenn Sie regelmäßig Texte, Bilder oder Preise anpassen.
Eigene Pflege über CMS Wenn die Website auf einem nutzerfreundlichen CMS (WordPress, Webflow, Sanity) aufgebaut ist, können Sie kleinere Änderungen selbst vornehmen — ohne Agentur. Das setzt aber voraus, dass die Agentur beim Launch eine Einweisung durchgeführt und die Seite benutzerfreundlich aufgebaut hat.
Gesamtrechnung: Was ist realistisch?
Für eine typische KMU-Website ergibt sich folgendes Bild:
| Kostenkategorie | Minimale Variante | Solide Betreuung | Aktive Pflege |
|---|---|---|---|
| Hosting | 5–10 €/M | 20–40 €/M | 30–60 €/M |
| Domain + SSL | ~2 €/M | ~2 €/M | ~2 €/M |
| Wartung | 0 (selbst) | 59–100 €/M | 100–150 €/M |
| Pflege | 0 (selbst) | 0–100 €/M | 100–300 €/M |
| Gesamt | 7–12 €/M | 80–240 €/M | 230–510 €/M |
Die "minimale Variante" klingt attraktiv, ist aber nur dann vertretbar, wenn Sie selbst technisch versiert sind und die Wartung zuverlässig selbst übernehmen.
Wartungsvertrag oder auf Abruf — was lohnt sich?
Ein Wartungsvertrag lohnt sich wenn:
- Ihre Website ein aktives Geschäftsmittel ist (Anfragen, Buchungen, Käufe über die Website)
- Sie keine technische Affinität haben
- Sie Planungssicherheit bevorzugen
- Ausfälle oder Datenverluste für Ihr Geschäft kritisch wären
Auf-Abruf-Betreuung lohnt sich wenn:
- Die Website primär Visitenkarten-Funktion hat und selten geändert wird
- Sie selbst grundlegende CMS-Kenntnisse haben
- Das Budget eng ist und Sie bereit sind, selbst Monitoring zu betreiben
Häufige Fragen
Kann ich Hosting und Wartung selbst machen, um Kosten zu sparen? Ja, wenn Sie Zeit und technisches Grundwissen mitbringen. Für WordPress-Sites ist das mit einem guten Hosting-Anbieter und automatisierten Backup-Plugins (z.B. UpdraftPlus) für 30–60 Minuten pro Monat machbar. Für komplexe Setups oder wenn Ihre Website direkt Umsatz generiert, ist professionelle Wartung sinnvoller.
Was kostet es, eine gehackte oder kaputte Website zu reparieren? Je nach Schwere: 200–2.000 €. Datenverlust, Reputationsschaden und SEO-Abstrafung durch Google kommen hinzu. Präventive Wartung ist deutlich günstiger.
Zahlt man für Webflow oder ähnliche Plattformen weniger Wartungskosten? Tendenziell ja. Plattformen wie Webflow, Squarespace oder Wix übernehmen Updates, Sicherheit und Backups im Abo. Dafür zahlen Sie monatliche Plattformgebühren (15–40 €/Monat). Eigenverantwortliche WordPress-Installationen sind flexibler, aber pflegeintensiver.
Sind diese Kosten steuerlich absetzbar? Ja. Hosting, Wartung und Pflege-Dienstleistungen sind als Betriebsausgaben absetzbar. Klären Sie die Abschreibungslogik bei einmaligen Erstellungskosten mit Ihrem Steuerberater.
Wenn Sie wissen möchten, was eine professionell betreute Website für Ihr Unternehmen konkret bedeutet, schauen Sie sich unsere High-End Websites oder unsere Landing Pages an. Oder werfen Sie einen Blick ins Portfolio für konkrete Beispiele.
Velmoy · Berlin
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